Ratgeber

Festangestellt oder Leihpersonal? Was sich für Eventlocations rechnet

Stammteam, Leihpersonal oder beides? Ein ehrlicher Vergleich von Kosten, Flexibilität und Qualität für Locations mit schwankender Auslastung.

Von Thorsten Wegener, Geschäftsführer ROKET Events · 25.9.2026 · 3 Min. Lesezeit

Die meisten Eventlocations kennen das Muster: Im Januar ist es ruhig, im Dezember steht jeden Abend eine Weihnachtsfeier im Kalender. Ein Stammteam, das für den Dezember reicht, ist im Januar zu groß. Diese Übersicht hilft bei der Entscheidung.

Was spricht für festangestelltes Personal?

  • Hauskenntnis: Wege, Technik, Abläufe sitzen.
  • Identifikation: Das Team steht für Ihr Haus.
  • Planbarkeit: Sie wissen, wer an welchem Tag da ist.

Dem stehen Fixkosten gegenüber: Lohn, Urlaub, Krankheit, Verwaltung, auch in Wochen ohne Veranstaltung.

Was spricht für Leihpersonal?

  • Variable Kosten: Sie zahlen nur für tatsächliche Einsätze.
  • Skalierbarkeit: Von zwei auf zwanzig Personen ohne neue Verträge.
  • Weniger Verwaltung: Suche, Abrechnung und Ersatz übernimmt der Dienstleister.
  • Ausfallschutz: Fällt jemand aus, organisiert der Dienstleister Ersatz.

Der Stundensatz liegt meist über dem Bruttolohn einer Festanstellung, weil Verwaltung, Rekrutierung und Risiko enthalten sind.

Der Vergleich im Überblick

KriteriumFestanstellungLeihpersonalMischmodell
Kosten in ruhigen WochenHochKeineGering
Kosten pro EinsatzstundeNiedrigerHöherMittel
FlexibilitätGeringHochHoch
HauskenntnisHochWächst mit festem PoolHoch im Kern
VerwaltungsaufwandHochGeringMittel

Wie funktioniert das Mischmodell in der Praxis?

  1. Kernteam definieren: Die Rollen, die bei jeder Veranstaltung gebraucht werden, zum Beispiel Bankettleitung und zwei bis drei Servicekräfte.
  2. Spitzen identifizieren: Welche Termine brauchen deutlich mehr Personal?
  3. Festen Dienstleister wählen: Damit möglichst oft dieselben Kräfte kommen und Ihr Haus kennen.
  4. Einweisung standardisieren: Ein kurzes Hausbriefing mit Wegen, Regeln und Ansprechpartnern.

Die Sicht aus dem Eventalltag

Thorsten Wegener, Geschäftsführer ROKET Events
„Leihpersonal ist dann gut, wenn es sich nicht wie Leihpersonal anfühlt. Deshalb schicken wir Locations möglichst immer wieder dieselben Leute. Nach dem dritten Einsatz kennen die das Haus fast so gut wie das Stammteam."
Thorsten Wegener, Geschäftsführer ROKET Events
Gastronomiepersonal bereitet Tische in einer Location vor
Tischvorbereitung durch Leihpersonal: Mit Hausbriefing gelingt das auch ohne lange Einarbeitung.

Eventlocations in Köln, Bonn und NRW

Im Rheinland schwankt die Nachfrage stark mit Karneval, Sommer und Weihnachtsfeiern. Viele Kölner Locations halten deshalb ein schlankes Stammteam und ergänzen mit Gastronomiepersonal und Eventhelfern, etwa für Hochzeiten im Sommer und Firmenfeiern im Winter. Wie Sie den Bedarf pro Veranstaltung schätzen, zeigt unser Artikel Wie viel Personal braucht eine Eventlocation?.

Fazit

Die Frage ist selten entweder oder. Ein kleines Stammteam sichert Qualität, Leihpersonal fängt Spitzen ab. Wer seine Auslastung kennt, findet schnell das passende Verhältnis.

Häufige Fragen

Pro Einsatzstunde meist ja. Über das Jahr gerechnet kann Leihpersonal aber günstiger sein, weil in ruhigen Wochen keine Kosten anfallen.

Ein kleines festes Stammteam für jede Veranstaltung, ergänzt durch Leihpersonal für Spitzenzeiten und große Events.

Beim ersten Einsatz noch nicht. Mit Hausbriefing und einem festen Pool, der immer wieder eingesetzt wird, wächst die Hauskenntnis schnell.

Der Personaldienstleister. Er organisiert Ersatz aus seinem Pool, Sie müssen nicht selbst suchen.

Für Service, Bar, Auf- und Abbau sowie Spülküche, also Rollen mit stark schwankendem Bedarf.

Sobald Ihre Auslastung deutlich schwankt und Sie in Spitzenzeiten mehr Personal brauchen, als Sie das ganze Jahr beschäftigen können.

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